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Sexuelle Gewalt

Weltweit werden unvorstellbar viele Kinder sexuell ausgebeutet. Erwachsene rauben ihnen die Kindheit, die Gesundheit und die Zukunft.

In unserer Gesellschaft ist sexuelle Gewalt und die Angst davor ein ständiger Begleiter der Jugendlichen und der Erwachsenen. Schon früh müssen Kinder darauf hingewiesen werden, dass sie vorsichtig sein müssen. Der fremde Mann steht immer noch als Synonym für ein Schreckgespenst, das die Eltern begleitet, wenn ihre Kinder draußen sind. Das lenkt natürlich davon ab, dass die größten Gefahren zu Hause lauern. Merkwürdig ist, dass dies von der Gesellschaft als gegeben hingenommen wird.
Auch viele Jugendlichen nehmen, von den Erwachsenen entsprechend geprägt, die sexuelle Gewalt als normal hin. Mädchen bekommen früh Sprüche und Angebote zu hören. Sie werden in Situationen gelockt, die gefährlich sind. Jungs lernen ebenso früh von Erwachsenen deren Sicht, wie mit Mädchen umzugehen ist.
 
Die Medien spiegeln diesen Umgang mit sexueller Gewalt, wie ihn die Mehrheit der Gesellschaft pflegt: Passiert etwas, ist die Aufregung groß und der Ruf nach harten Strafen wird laut. Nach wenigen Wochen ist alles beim Alten. An-dererseits sind es gerade die Medien, die kaum eine Möglichkeit auslassen, sexuelle Gewalt in Sendungen und Filmen zu transportieren.
 
Der Umkehrschluss

Das sich in unserer demokratischen Gesellschaft keine Strukturen entwickelt haben, die sexuelle Gewalt verhindern, ist nicht zu verstehen.

Meist reagieren die Gesellschaft mit Rufen, die Jugendlichen stark zu machen und NEIN sagen zu lernen.  Aber es sind doch die Erwachsenen, lernen müssen stark zu werden.
Hier soll die Aktion „Sag NEIN“ einhaken. Nicht die Jugendlichen sollen NEIN sagen lernen, sondern die Erwachsenen. So ist das „Sag NEIN“ der Aktion auch von Jugendlichen an die Erwachsenen gerichtet. Sie sind es, die lernen müssen, dass sie Kinderrechte verletzten. Es sind die Erwachsenen, die wegsehen oder nicht eingreifen.
Interessant ist, dass die Jugendlichen durch die Aktion für sich selbst, den Umgang untereinander, aber auch mit Erwachsenen, viel lernen. Sie kommen zu einem anderen Verständnis von Partnerschaft, Nähe und Sexualität. Sie entwickeln Vorstellungen, wie Erwachsene sich verhalten sollten und teilen ihnen dies mit. Wir sind erstaunt über die Großzügigkeit, mit der dies geschieht. Und: Die Jugendlichen, die heute ihre Forderungen formulieren und der Gesellschaft mitteilen, sind die Erwachsene von morgen.
 
Diese Idee des Umkehrschlusses durchzieht die ganze Aktion „Sag NEIN“. Wir haben von den Jugendlichen erfahren, wie wichtig dies für sie ist.
 
Das weiße Band
Weltweit wird seit vielen Jahren ein weißes Band gegen Gewalt an Frauen und Mädchen oder an Männern und Jungen getragen.
Wir bitten alle, die die Aktion „Sag NEIN“ durchführen, die weiße Schleife zu tragen.
Sie symbolisiert, dass Konflikte friedlich gelöst werden sollten. Die Bereitschaft dazu ist die Grundlage für ein Leben ohne Angst in der Gesellschaft und einer Beziehung. Das Tragen eines solchen Symbols unterstützt das Bewusstsein, dass dies ein Lernprozess ist, der nie aufhört. Es gibt sie in feinem Satin oder als Metall-Pin.
 
Unterstützt uns
Damit wir die Aktion weiter entwickeln, Flyer und Plakate drucken können, brauchen wir dringend finanzielle Unterstütztung. Auch kleine Beträge sind willkommen!!! Spenden